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Hallo Bamberg, meine Lieblingsstadt,
obwohl oder weil ich dich schon mehr als 50 Jahre kenne, hier groß geworden und mit kleinen Unterbrechungen auch in deinem Umfeld geblieben bin, bist du nach wie vor meine
Lieblingsstadt.  Der Dom auf dem Domberg Ich habe schon viele Städte in und außerhalb Deutschlands erkundet, aber
immer wieder entdecke ich neue Seiten an dir, sehe neue Kleinigkeiten, vor allem wenn ich mit offenen Augen durch deine Straßen und Gassen laufe.
Wie bist du für mich mit deiner über 1000-jährigen Geschichte und deinem Titel „UNESCO-Weltkulturerbe“?
Ein bisschen konservativ, der Bischof hatte schon immer ein Wort mitzureden in deinen Mauern.
Ein bisschen weltoffen, vor allem seit dich die Studenten als Universitätsstadt entdeckt und bevölkert haben.
Ein bisschen bürgerlich, was nicht nur die vielen Bürgerhäuser aus früheren Jahrhunderten belegen.
Was liebe ich an dir?
Den Domplatz im Schatten der 4 mächtigen Domtürme, umrahmt von Alter Hofhaltung und Neuer Residenz?
Den Blick vom Kloster Michaelsberg mit seinem Brauerei-Museum auf die Dächer der Altstadt?
Das Alte Rathaus mitten im Fluss mit Blick auf die Hl. Kunigunde auf der Unteren Brücke und Klein-Venedig?
Den schönsten Weg, um dich kennen zu lernen, starte ich am linken Regnitzarm, schlendere an alten Bäumen entlang, die ihre Zweige ins Wasser der Regnitz hängen, komme dabei an der Schleuse 100 des alten Ludwig-Donau-Main-Kanals vorbei, bis ich auf das Wasserschloss Villa Concordia stoße.
Weiter geht´s durch´s Mühlenviertel zum Böttingerhaus, deinem schönsten Bürgerhaus, und dann in Richtung Altes Rathaus. Auch im Winter hat dieser Weg seinen Reiz für mich.
Von der Bürgerstadt hinauf zur Bischofsstadt zum Kaiserdom und zum Rosengarten in der Neuen Residenz (wenn dort die Rosen blühen, macht´s noch mehr Laune).
 Klein-Venedig zum Träumen Was kann ich nicht alles tun in deinen Mauern?
Ich kann durch verwinkelte Gassen gehen, durch die Höll oder den Teufelsgraben, aber auch das Sonnenplätzchen genießen.
Ich kann Hauswappen und –figuren entdecken, wenn ich meinen Blick nach oben richte.
Oder ich kann in der „Villa Remeis“ ein gutes Stück Torte und Kaffee genießen und genauso wie im „Bergschlösschen“ auf dich mein „fränkisches Rom“ hinunterblicken, wie du wegen deiner Lage auf 7 Hügeln auch genannt wirst.
Oder ich bleibe lieber unten zwischen linkem und rechtem Regnitzarm und lasse mir den Kaffee im „Riffelmacher“ oder im „Beckstein“ schmecken.
Manchmal zieht mich mein Bierdurst auch zum „Schlenkerla“ und seinem Rauchbier in die Sandstraße, zum „Spezial“ in die Königsstraße oder zum „Mahrs-Bräu“ in die Wunderburg. Überall werde ich verwöhnt mit selbstgebrautem Bier und fränkischen Genüssen, wie Bratwürsten, Brotzeiten und „Schäuferla mit Klöß und Sauerkraut“.
Und dann mein Lieblingsladen, das „Mohrenhaus“ auf dem Weg zur Oberen Brücke. Wenn ich da hineingehe, duftet es nach vielen Sorten Tee und ein Bummel durch die aneinander gereihten Verkaufsräume in der alten Mohrenapotheke lässt jedes Frauenherz höher schlagen. Ein Besuch lohnt sich immer, auch wenn ich nichts kaufe. Die positive Stimmung nehme ich mit.
 Das Alte Rathaus im Fluss Und wenn ich was für meine Bildung tun will, gehe ich in eines deiner vielen Museen:
- ins Historische Museum in der Alten Hofhaltung
- ins Naturkundemuseum mit seinem „Vogelsaal“, dem „Museum im Museum“
- ins Diözesanmuseum mit dem Domschatz
oder ich schaue mir den Kaisersaal in der Neuen Residenz an.
Außerdem kann ich ins E.T.A.Hofmann-Theater, ins Odeon oder Lichtspiel oder in die Konzert- und Kongresshalle zu den Bamberger Symphonikern, falls sie mal da sind.
Mein Bamberg, du hast noch viele andere Vorzüge, alle kann ich nicht nennen.
Nur eines noch: Wer dich erkundet und erlebt, muss dich mögen.
Auch wenn deine Bürger, die Franken manchmal anfangs etwas schroff wirken. Wer ihr Herz gewinnt, kann ihre versteckte Herzlichkeit spüren.
Deine Helga Konrad, ein treuer Fan
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